Pressemitteilung vom 21. April 2006
Pressemitteilung der WASG Gladbeck: Bündnis für Erziehung - Segnen statt Betreuen und Fördern?
Mit viel Missionseifer und offenbar ohne Geld will Bundesfamilienministerin von der Leyen dem wachsenden Werteverfall in Schulen und Kindergärten entgegenwirken, schreibt die WASG Gladbeck.
Matthias Strehlke, familienpolitischer Sprecher der WASG Gladbeck dazu: "Der Hinweis der Politikerin auf die Zehn Gebote zeigt jedoch, dass es bei dieser Aktion weniger um den Einsatz für traditionell humanistische Wertvorstellungen wie Respekt, Toleranz und Verlässlichkeit, sondern im wesentlichen um die Durchsetzung christlichen Moralvorstellungen geht."
Indem sich Frau von der Leyen bei Ihrem "Bündnis für Familie" vorerst auf die Zusammenarbeit mit den Kirchen beschränkt, tut sie zudem genau das Gegenteil von dem was mit Ihrer Aktion beabsichtigt: Polarisieren und Ausgrenzen.
Wann werden endlich auch konservative Politiker zur Kenntnis nehmen, dass das Christentum zwar eine wichtige Wurzel unserer abendländischen Kultur ist, sich die Mehrheit der bundesdeutschen Bevölkerung sich aber längst von den Kirchen abgewendet hat und mit solchen Aktionen nicht zu erreichen ist. Säkularisierung statt Polarisierung der Religionen ist das Gebot der Stunde!
Statt Nachhilfe in christlicher Erziehung und einiger weniger "Leuchtturmprojekte" in Kindertagesstätten braucht unser Land eine flächendeckende Förderungs- und Betreuungsinfrastruktur für jedes Kind, fordert die WASG.
Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung
Ralf Michalowsky, Pressesprecher der WASG Gladbeck

