02. Juli 2008

Easy Jam mit Maurice Dickson und Punch'n'Judy, 28. Juni 2008

Endlich geht es wieder los: Die Unplugged-Konzertreihe im Consoltheater. Bei gutem Wetter sollte dieses Event zwar im Biergarten stattfinden aber an diesem Samstag war es noch zu unbeständig. Ich gebe zu, dass das Ambiente in der Kellerbar jedoch perfekt für ein solches Konzert ist.

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Nachdem auch schon im letzten Jahr Easy Jam sehr erfolgreich angelaufen ist, wird diese Reihe nun wieder fortgesetzt.

Erwarten durften wir an diesem Abend Maurice Dickson, ein begnadeter Folkmusiker aus Nordirland. Auf der Insel ist er bei keinem Festival mehr wegzudenken und begeistert das Publikum mit einer virtuosen Spielweise auf seiner Gitarre. Darüber hinaus verfügt der sympathische Musiker über ein Talent die Bühne mit einer One-Man-Show so zu füllen, als wäre ein ganzes Orchester anwesend. Einfach sensationell!

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Auch er war, wie er mir nach dem Konzert berichtete, sehr begeistert von dem Gelsenkirchener Publikum. Ihm gefiel unsere Art sehr. Das kann ich gut nachvollziehen, da ich es bei meinen Reisen in Irland und Großbritannien mit dem ruhrpottlerischen, selbstironischen Humor nicht schwer hatte. Ich glaube, dass unsere offene Art doch etwas ist, das wir gemeinsam haben. Maurice erwies sich auch als sehr spontan, als er nach dem offiziellen Teil an der Session teilnahm.

Als Zweites sollten Punch'n'Judy auftreten und wir dachten alle, dass sie es sehr schwer haben würden, dieses von Maurice gesetzte Niveau zu halten. Aber diese Befürchtung wurde nicht bedient. Denn spätestens, als die Band ihre ersten Töne spielte war klar: Das ist und bleibt ein super schöner und klangvoller Abend mit viel Spaß und lockerer Atmosphäre.

Punch ´n´Judy versteht sich als Crossover-Folkband. Genau das Richtige für meinen Geschmack, der ausgehend vom Folk in Richtung Rock, Mittelalter weiter zum Reggae, Ska und Punk wandert. Speedfolk wäre dann noch die Krönung meiner musikalischen Wünsche gewesen, was jedoch bei einem Unplugged-Konzert nun nicht wirklich zu erwarten wäre. Bisher hatte ich nur die Möglichkeit gehabt Punch ´n´Judy unplugged zu hören, ließ mir aber mitteilen, dass sie "geplugged" ;-) abgehen sollen wie Schmitzkatze. Ich hoffe, das noch mal erleben zu dürfen!

Auch diese fünf Musiker(innen) unterliegen der von Maurice gesetzten Sympathie-Messlatte nicht im Geringsten.

So besteht die Band aus:

Florian, der die Drums bearbeitet und mit Faxen aus dem Off das Publikum zum Schmunzeln bringt. Leider habe ich kein Foto von ihm machen können, da er entweder ungünstig stand oder ich ungünstig saß.

Peter, der mit seinem Gitarrensound den genialen Gesang der Band untermalt.

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Sascha, der mich überhaupt erst mal auf das Consolgelände aufmerksam gemacht hat und dem ich es nun zu verdanken habe, dass ich viel meiner Freizeit dieser Kulturstätte widme (und sei es nur durch Schreiben solcher Texte). Sascha ist der Leadsänger dieser Band und bringt mit seinem eindrucksvollen Gesang die Geschichten der Lieder dem Publikum nahe

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Na, da lugt Florian doch noch im Hintergrund durch...

Ute, die sich als einzige Frau in dieser Männerdomäne mit gekonntem Akkordeonspiel und Gesang durchsetzen kann.

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And last but not least

Stefan, der mit seinen Bassläufen den besonderen Charakter des Sounds der Band unterstreicht.

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Mit selbstkomponierten Songs erzählt Punch'n'Judy Geschichten, die den Zuhörer bezaubern. Mir gefällt besonders die Ballade von John Maynard. Der Text stammt im Original von Theodor Fontane und wurde von Punch'n'Judy ins Englische übersetzt und vertont. Mich erinnert das Lied an meine Kindheit, als meine Mutter mir dieses Gedicht immer und immer wieder vorlas, weil ich es so spannend und traurig fand.

Leider ist mein Video, welches ich an diesem Abend von dem Song machte nichts geworden. Der Ton ist zu verzerrt und würde der Originalqualität nicht gerecht werden. Da müsst Ihr dann schon selber mal zu einem Konzert hinstiefeln.

Wer Punch'n'Judy live erleben möchte, kann das bereits am 25. Juli 2008 in Gelsenkirchen bei einem Rockfestival in Bismarck tun.

An dieser Stelle möchte ich Rosemarie noch einen ganz herzlichen Gruß senden. Ich habe mich total gefreut, Dich wieder zu sehen!!!

Nachdem Kery Felske diesen Abend wieder hervorragend organisiert und charmant durch den Abend geführt hat, endete das Konzert mit einer offenen Session der anwesenden Musiker und Musikerinnen. Wir durften schon mal einen Vorgeschmack auf das nächste Easy Jam bekommen, welches am 12.07.2008 ebenfalls um 20:30 Uhr stattfindet und bei dem Kery und Chris auftreten werden.

Auch ich bekam eine Chance, nach zig Jahren Bühnenabstinenz, wieder mal auf einer solchen zu stehen und mit Kery und Chris ein wenig zu singen. Ute und Sascha performten noch spontan ein Lied aus Ute´s alter Band und wie oben bereits erwähnt mischte Maurice später fleißig mit.

Ich kann nur jedem empfehlen eines der nächsten Easy Jam zu besuchen. Es lohnt sich allemal.

See you soon!

Sandra Stoffers, DIE LINKE
via Sandras Blog

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